HIF News Ausgabe 01 2019

Liebe Freunde und Interessierte des HIF,

das Hamburger Institut für Familienunternehmen hat eine Zeit der Neuorientierung hinter sich und sieht nun voller Tatendrang und mit einer neuen Kooperation lang- fristig und nachhaltig der Zukunft entgegen. Mit der Kooperation bekommt das Institut die in der Vergangenheit schmerzlich vermisste universitäre Anbindung. Ebenfalls ein Glücksfall für das HIF ist, die zukünftige Mitwirkung von Dr. Jan Tänzler, Familienunternehmenswissenschaftler von der Universität Mannheim und selbst Gesellschafter eines traditionsreichen Familienunternehmens. Das HIF wird neben dem eigenständigen Auftreten in Hamburg auch mit dem Forschungszentraum für Entrepreneurship (RCE) der Leuphana Universität eng zusammen arbeiten. Mit dieser Kooperation haben wir die Möglichkeit, Mitarbeitern und Mitgesellschaftern von Familienunternehmen sowie anderen, an Familienunternehmen Interessierten die Mitarbeit an Forschungsprojekten anzubieten, die als wissenschaftliche Qualifikation auch die Promotion beinhalten kann. Auch über einen Masterstudiengang „Master of family business“ wird bereits intensiv nachgedacht.

 

Wir werden weiterhin Forschungsprojekte für Stiftungen erstellen, wie dies in 2017 für die Funk Stiftung der Fall gewesen ist. Auch die in der Vergangenheit bewährten Benchmarkstudien für die Metropolregion Hamburg werden für das Jahr 2019/2020 fortgesetzt und wir starten mit den Arbeiten im Frühjahr diesen Jahres. Auch werden wir eine Seminarreihe zu interessanten Themen für Familienunternehmen veranstalten. Wir hoffen weiterhin auf Ihr Interesse und Ihre Unterstützung.

 

Ihr Günther Strunk,

Wissenschaftlicher Leiter des HIF

Pressemitteilung der Leuphana Universität Lüneburg vom 18.05.2018:

Universitätspräsident Sascha Spoun, Prof. Dr. Günther Strunk und Vizepräsident Marcus Reihlen (v. l.)
Universitätspräsident Sascha Spoun, Prof. Dr. Günther Strunk und Vizepräsident Marcus Reihlen (v. l.)

Leuphana und Hamburger Institut für Familienunternehmen arbeiten künftig zusammen. Start-ups und Familienunternehmen gehören zu den Motoren der deutschen Volkswirtschaft. Die Leuphana Universität Lüneburg, eine der gründungsfreundlichsten deutschen Hochschulen, ist bereits mit rund 300 solcher Unternehmen in der Region vernetzt. Um ihre strategische Zusammenarbeit in Forschung und Lehre besonders mit Familienunternehmen weiter auszubauen, hat sie jetzt mit dem Hamburger Institut für Familienunternehmen (HIF) einen Kooperationsvertrag geschlossen.

 

Das Forschungszentrum für Entrepreneurship (RCE) der Leuphana und das HIF wollen künftig zusammen mit Partnern aus der Praxis Lehre und Forschung im Themenfeld Familienunternehmen an der Leuphana fördern und mit neuen Initiativen zum Wissenstransfer in die Gesellschaft und speziell in die Familienunternehmen hinein beitragen. Beide Einrichtungen verfügen über vielfältige einander ergänzende wissenschaftliche und praktische Kompetenzen. Prof. Dr. Günther Strunk, Leiter des HIF und selbst Unternehmer, sieht in der Kooperation eine große Chance, die Themen Familienunternehmen und Unternehmertum in der Metropolregion Hamburg zu stärken. Prof. Dr. Markus Reihlen, Vizepräsident der Leuphana und Mitglied im Direktorium des RCE, betont die Bedeutung des Themas für die Arbeit der Universität: „Entrepreneurship bedeutet, früh Chancen zu entdecken oder selbst zu schaffen und mit Eigeninitiative und Erfindergeist lösungsorientiert umzusetzen.“

 

Von einem solchen Selbstverständnis sei auch das gründungsfreundliche Klima an der Leuphana getragen.

 

Hintergrund:
Das Hamburger Institut für Familienunternehmen ist ein transdisziplinäres Institut, welches sich wissenschaftlich mit betriebswirtschaftlichen, volkwirtschaftlichen und juristischen Fragestellungen von Familienunternehmen beschäftigt. Der Träger des Instituts ist der Förderverein für das Hamburger Institut für Familienunternehmen e.V. Das HIF greift aktuelle Herausforderungen von Familienunternehmen auf, führt dazu eigene empirische Forschungsprojekte durch und bietet unterschiedliche Austausch- und Transferformate an der Schnittstelle zwischen Wissenschaft und familienunternehmerischer Praxis an. Die Leuphana Universität Lüneburg hat in ihrem Leitbild neben einer humanistischen und nachhaltigen Ausrichtung eine klare Fokussierung auf Handlungsorientierung und forscht in der Wissenschaftsinitiative „Management und Entrepreneurship“ auf nationaler und internationaler Ebene zu aktuellen unternehmerischen Herausforderungen. Sie zählt laut einer im Journal of World Business publizierten Studie im Bereich der Betriebswirtschaftslehre zu den 10% forschungsstärksten Universitäten weltweit. zwischen Wissenschaft und familienunternehmerischer Praxis an. Die Leuphana Universität Lüneburg hat in ihrem Leitbild neben einer humanistischen und nachhaltigen Ausrichtung eine klare Fokussierung auf Handlungsorientierung und forscht in der Wissenschaftsinitiative „Management und Entrepreneurship“ auf nationaler und internationaler Ebene zu aktuellen unternehmerischen Herausforderungen. Sie zählt laut einer im Journal of World Business publizierten Studie im Bereich der Betriebswirtschaftslehre zu den 10% forschungsstärksten Universitäten weltweit.

BENCHMARKSTUDIE FAMILIENUNTERNEHMEN IN DER METROPOLREGION MIT NEUAUFLAGE

Obwohl Familienunternehmen eine prominente Unternehmensform in Deutschland darstellen, sind nur unzureichend Informationen über die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit dieser Unternehmen vorhanden. Das Hamburger Institut für Familienunternehmen (HIF) hat aus diesem Grund die Studie „Benchmark Familienunternehmen“ in den Jahren 2014 und 2015 ins Leben gerufen und durchgeführt. Schwerpunkt im Jahr 2014 war die Herleitung und Darstellung sowie der Versuch der Messung des Autonomiestrebens der Familienunternehmen, im Jahr 2015 ging es primär um die Themen „Investition und Finanzierung.“

 

Kern der Studie ist ein Vergleich der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit von Familienunternehmen der Metropolregion Hamburg mit der Gruppe der Unternehmen ohne Familieneinfluss. Dabei wurden nur Unternehmen einer bestimmten Größenordnung mit einbezogen. Dafür wurden in einem ersten Schritt Vermögens-, Finanz- und Ertragszahlen (VFE-Lage) aus den Jahresabschlüssen der infrage kommenden Unternehmen ermittelt. In einem zweiten Schritt wurden aus der gesamten Auswahl die Unternehmen mit einem entsprechenden Familieneinfluss von den Unternehmen ohne Familieneinfluss getrennt. Die beiden Gruppen konnten anschließend miteinander verglichen werden.

 

In einer Neuauflage der Studie in diesem Jahr sollen nicht nur die neusten verfügbaren Daten verwendet werden, sondern es soll wiederum ein Schwerpunktthema Einzug erhalten. Das Schwerpunktthema wird sich mit den Unterschieden bezüglich der Managementstruktur in den Familienunternehmen und Nicht-Familienunternehmen in den beiden betrachteten Regionen beschäftigen, die sich daraus ergeben, je nachdem ob ein oder mehrere Gesellschafter auch im Management vertreten sind und wie die Managementstruktur durch Familienmitglieder geprägt ist. Daneben soll es in diesem Jahr zum ersten Mal einen Vergleich der Metropolregion Hamburg mit den Metropolregionen Rhein-Neckar und Stuttgart in Süddeutschland1 geben sowie mit der Metropolregion Lille in Frankreich.

 

Ausgewählt werden mittelgroße Kapitalgesellschaf- ten nach HGB §267 Abs.2 und 3. Diese Unternehmens- gruppe ist in Bezug auf die betrachteten Kennzahlen auskunftspflichtig. Konkrete Adressen von Unterneh- men werden dabei weder ausgezogen noch weitergegeben; die Auswertung erfolgt in anonymisierter Form. Zur Abgrenzung der Familienunternehmen wird eine recht enge Operationalisierung angedacht. So sollte erstens hinsichtlich der Eigentumsstruktur eine Gesellschaftsbeteiligung von mindestens 25,01 Prozent einer namentlich bekannten Person oder Familie vorliegen. Zweitens soll ein maßgeblicher Einfluss der Familie auf die Unternehmensführung über den Besitzanteil gesichert sein. Drittens sollte die Transgenerationalität beziehungsweise dynastische Ausrichtung gegeben sein. Als Grundlage für das Benchmark wird in dieser Studie das in der Fachwelt gängige Konzept der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zur Messung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Unternehmen verwendet.

 

Beispielhafte Kennzahlen zur Vermögenslage sind die Anlagenintensität, die Umlaufintensität sowie die Eigenkapitalquote. Als Kennzahlen zur Finanzlage können z.B. der Cash-Flow, der dynamische Verschuldungsgrad sowie die Liquiditätsgrade I bis III herangezogen werden. Als Kennzahlen zur Darstellung der Ertragskraft dienen beispielweise EBIT, Umsatzrentabilität sowie der Kapitalumschlag. Für dieses Projekt, welches wir im September diesen Jahres beginnen und voraussichtlich im Juni 2019 mit einer schriftlichen Ausarbeitung und einer öffentlichen Veranstaltung enden wird, sucht das Institut noch Partner, die sich finanziell und / oder persönlich in das Projekt einbringen. Bei Interesse freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme und stehen für weitere Rückfragen gerne zur Verfügung.

 

1 Die Studien Benchmark Familienunternehmen Metropolregion Rhein-Neckar und Stuttgart erfolgen durch das Institut für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim

6. NIGHT OF THE STARTUPS VON HIF UND LEUPHANA UNIVERSITÄT LÜNEBURG

Das erprobte und erfolgreiche Format der NIght of the StartUps der Leuphana Universität stand dieses Jahr unter dem Motto „Familienunternehmen meets Start-Ups“. Hierbei wurden in zum Teil parallel veranstalteten Diskussionsrunden von anwesenden Unternehmensvertreter, den Gründern, den Studenten und Wissenschaftlern Meinungen ausgetauscht, Vorurteile abgebaut und neue Zusammenarbeiten als Idee entwickelt oder bestehende Kontakte geschärft und intensiviert. Das Format der Podiumsdiskussion mit der Einbeziehung der Zuhörer hat sich im Rahmen der am Nachmittag stattfindenden Workshops bewährt und zu einem lebhaften Austausch geführt. Auch die Kaffeepausen, wie auch die Abendveranstaltung boten sich an, Gespräche zu vertiefen und neue Kontakte aufzubauen. Einhellige Meinung der von uns befragten Teilnehmer, eine sehr lohnende Veranstaltung, zu der man gerne wiederkommen würde.

  

  • 6. NIGHT OF THE STARTUPS VON HIF UND LEUPHANA UNIVERSITÄT LÜNEBURG
  • 6. NIGHT OF THE STARTUPS VON HIF UND LEUPHANA UNIVERSITÄT LÜNEBURG
  • 6. NIGHT OF THE STARTUPS VON HIF UND LEUPHANA UNIVERSITÄT LÜNEBURG

JAHRESEMPFANG DES HIF AM 21. FEBRUAR 2019

Zum 9. mal findet am 21. Februar 2019 der Jahresemp- fang des Institutes statt. Wie jedes Jahr lädt das HIF mit persönlicher Einladung Familienunternehmerinnen, an Familienunternehmen interessierte Personen, Wis- senschaftler und Freunde des Institutes zu einem Come together im Anglo German Club ein. Dieses Jahr wird Prof. Dr. Andreas Heinecke, der Gründer der „Dialog im Dunkeln“ Unternehmensidee über Sozialunternehmen sprechen und darüber, wie man diese auch durch Mithilfe Dritter starkmachen kann. Auch wird Andreas Heinicke über sein konkretes Projekt „Dialog mit dem Altern“ berichten, welches als gemeinnütziges Projekt immer wieder Unterstützung benötigt, zu der wir hier auch gerne ermuntern. Wir freuen uns sehr, dass wir Prof. Heinecke gewinnen konnten, da insbesondere für die Familienunternehmen soziales Handeln und bürgerschaftliches Engagement in egal welcher Form zu den wichtigen Tugenden zählen. Sicherlich werden sich im Anschluss an die Keynote interessante Diskussionen ergeben, aber auch grundsätzlich werden die Gäste viele Themen zu besprechen haben. Neben zahlreichen inhaltlichen Veranstaltungen, die das Hamburger Institut für Familienunternehmen über das Jahr hin anbietet, ist der Jahresempfang die Veranstaltung, die vor allem zum Netzwerken und Austauschen zwischen den Freunden und Gästen des HIF gedacht ist. Wer seine Einladung in den nächsten Tagen noch nicht bekommen hat, kann sich gerne direkt bei uns melden, da wir noch ein begrenztes Kontingent für Einladungen reserviert haben.

HIF TERMINE IN 2019

Das HIF lädt Sie herzlich ein zu den folgenden Veranstaltungen im Jahr 2019. Bitte notieren Sie sich die Daten. Entsprechende Einladungen gehen Ihnen dann rechtzeitig zu. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass alle Veranstaltungen zahlenmäßig begrenzt sind und daher eine frühzeitige Anmeldung erbeten wird. Für weitere Fragen kontaktieren Sie uns bitte.

 

» Zu den aktuellen Veranstaltungen

NEUER STANDORT

Neuer Standort

Das HIF ist in den Süden gezogen nach Niedersachsen. Anfang August 2018 verlegten wir unseren Standort und befinden uns von nun an die Universität Leuphana in Lüneburg an Universitätsallee 1.

 

Dieses „Wohnarrangement“ verschafft uns viele Vorteile. Durch die Zusammenarbeit mit dem Entrepreneurship-Hub an der Leuphana Universität haben wir die Chance, unsere Forschungsausrichtung auf Start-ups und Familienunternehmen auszuweiten und die Möglichkeiten unsere Kontakte zur Praxis weiter zu intensivieren. Ferner profitiert das HIF nicht nur von der räumlichen Nähe, sondern vor allem von den Kontakten zu Start-ups. Hierdurch versprechen wir uns wertvolle Impulse für unsere tägliche Arbeit.